Einleitung | Verbreitung und Vorstellung | Beschreibung | Mimikri | Fressakt
Haltung | Nachzucht | Schlußwort
 

Einleitung:

Dasypeltis
ist eine in Afrika weit verbreitete Schlangengattung, die mit einer Ausnahme (Wüsten) in ganz Afrika und dem südlichen Teil der arabischen Halbinsel anzutreffen ist. Es gibt dreizehn Arten und eine Unterart, die ich hier zusammenfassend beschreibe. Ergänzend kommen eigene Erfahrungen aus Haltung und Nachzucht hinzu.

Ich halte z. Z. zwei Arten, die ich auch schon nachgezogen habe (Dasypeltis scabra und D. fasciata). Des Weiteren habe ich noch Dasypeltis atra (für zirka 3 Jahre), Dasypeltis inornata (für 20 Jahre) und Dasypeltis m. medici (für 10 Jahre) gehalten. Leider ist es mir nie gelungen, diese beiden Arten (D. atra und D. m. medici) nachzuziehen.

Es ist selbst heute noch schwierig, die einzelnen Arten zu unterscheiden. Das liegt zum Einen an dem großen Verbreitungsgebiet von D. scabra und zum Anderen an der großen Variabilität in Färbung und Zeichnung dieser Schlangen. Gerade D. scabra wird häufig mit den in ihrem Verbreitungsgebiet vorkommenden anderen Arten verwechselt. So kommen in Ostafrika z. B. auch rein schwarze Tiere vor, die nur sehr schwer von der auch dort vorkommenden D. atra zu unterscheiden sind. Mir wurde mal ein Foto von jemanden zugeschickt, der mir seine (gezeichnete) Schlange als D. inornata “verkaufen” wollte. Nach einer ausgiebigen Literaturrecherche und einem persönlichen Gespräch mit einem Herpetologen in Südafrika, kann ich mit Gewißheit sagen, dass D. inornata keine Zeichnung hat.

Auch habe ich schon von einer “Westafrikanischen” D. inornata gehört, jedoch kommt diese Schlange ausschließlich (endemisch) in der Republik Südafrika vor!

Die wichtigste Antwort vorneweg:
Ja, Dasypeltis fressen NUR (ganze) Vogeleier und werden nie ein frisch aufgeschlagenes Ei aus dem Napf trinken. Man muß sicherstellen, daß man immer an Eier von geeigneter Größe herankommt. Gefressen werden alle Finken-, Sittich- und Wachteleier bis hin zu XL Hühnereiern, was natürlich ganz von der Größe der Tiere abhängt.
Immer wieder hört man, daß sie auch Reptilieneier fressen sollen. Herr Bienstein beschreibt hierzu eine persönliche Erfahrung auf seiner Webseite (www.dasypeltis.net). Man sollte sich aber nicht allzu viel Hoffnung machen, hierdurch eine neue Eierquelle gefunden zu haben! Es wird schwierig sein, Echsenhalter dazu zu überreden, ihre Eier für unsere Schlangen heraus zu rücken, und in der Regel legen Echsen nicht so viele Eier, daß sich eine eigene Echsenzucht lohnen würde.